Shobogenzo revisited

Juni 28, 2007

Nachdem Heiko letztens verlauten lies, dass ich scheinbar das Shobogenzo nicht mehr weiterlese, da auf dem Shobogenzo-Projekt flaute herrscht, hier die “Entwarnung”. Ich lese nach wie vor, konnte nur meinem über die Maßen ehrgeizigen Anspruch, Kommentare hierzu zu verfassen nicht folgen.
Mittlerweile habe ich es auf Band 2 (von 4) geschafft, mich allerdings diese Woche mit mir auf ein etwas strukturiertes Vorgehen verständigt. Die letzten Tage befasste ich mich ausschließlich mit drei der wichtigsten, bzw. für mich persönlich bislang eindruckvollsten Kapiteln des Shobogenzo. Namentlich Genjo koan (Das verwirklichte Universum), Ikka no myoju (Eine leuchtende Perle) und Keisei sanshiki (Die Stimme des Tales und die Form der Berge).
Hierzu habe ich auch begonnen, Kommentare zu schreiben, die ich auch recht bald ins Shobogenzo-Projekt aufnehme.

Für Interessierte, hier ein Kapitel online (aus der genialen Übersetzung ins deutsche, die mir in Buchform vorliegt):

Keisei sanshiki (Die Stimme des Tales und die Form der Berge)

Nangaku und Baso

Mai 6, 2007

Nangaku: “Guter Mönch, was beabsichtigst du mit Zazen?”
Baso: “Ich beabsichtige ein Buddha zu werden”

Nangaku hebt einen Ziegel auf und beginnt, ihn an einem Felsen zu polieren.

Baso: “Was macht der Meister da?”
Nangaku: “Ich poliere den Ziegel, um einen Spiegel daraus zu machen”
Baso: “Wie kannst du durch das Polieren eines Ziegels einen Spiegel machen?”
Nangaku: “Wie kann Zazen dich zu einem Buddha machen?”
Baso: “Was ist dann hier und jetzt richtig?”
Nangaku: “Ist es richtig, den Karren oder den Ochsen anzutreiben, wenn jemand in einem Karren sitzt, der sich nicht bewegt? Wenn du Zazen lernst, lernst du als Buddha zu sitzen”

- gekürzt aus: Dogen Zenji: Shobogenzo, Zazenshin (“Die Bambusnadel des Zen”)

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