Kalifornien 2007 II – Barstow
November 16, 2007
[Las Vegas 1 | Barstow | San Diego]
Natürlich hatten wir am ersten Tag auch Gelegenheit die diversen US-Sender nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden zu durchforsten. Dabei blieben uns besonders drei Dinge im Gedächtnis: Botoxwerbung innerhalb PrimeTime-Sitcom, viele, viele Fernsehprediger und (besonders gruslig) Fox News. Besonders das Interview der „neutralen“ Moderatorin mit einem republikanischen Abgeordneten war nach europäischen Standards recht skurril. Sie bettelte ihn offen nach Antworten betreffend den Iranischen Präsidenten an (in etwa: „Bitte, bitte, Herr Abgeordeneter. Sagen sie uns warum die Menschen in seinem Land auf ihn hören, oh warum nur?“). Gruslig.
Tags drauf fuhren wir zu unserem ersten reinen Zwischenstopp. Barstow. Zuvor schauten wir uns die „Geisterstadt“ Calico an, eine typische, fast verlassene Gemeinde aus der Zeit des großen Goldrauschs. Leider wurde kaum etwas original belassen, in jedem einzelnen Gebäude waren Souvenirshops und Burgerläden untergebracht, das schmälerte das echte Wild West Gefühl natürlich ein wenig. Barstow selbst ist ein ziemlich verschlafenes Nest das scheinbar in erster Linie als Zwischenstopp von Vegas nach San Diego dient. Hauptsächlich säumten billige Motels und Fast Food Ketten die lange Strasse. Wir kamen ohne zuvorige Reservierung in einem sehr schönen Motel unter, in einem sehr gemütlichen Zimmer.
Das von uns besuchte ansässige Outlet, wie viele andere Häuser in der Gegend, größtenteils lerstehend und daher leider recht enttäuschend.
Kalifornien 2007 I
Oktober 13, 2007
Die Reise
Keine zwei Tage nach unserer Hochzeit begann unsere Reise in die Vereinigten Staaten.
Nach Handgepäckbefragung („Flasche Wasser im Rucksack? Alarm!“) Check-In, einer weiteren Handgepäckbefragung, Durchleuchtung, Passkontrolle, erneuten Durchsuchung, Boarding und der Erkenntnis, dass innerhalb des Zyklus einer Weltmacht irgendwann die Phase der Paranioa eintritt, saßen wir in einer 767 von Delta auf ihrem Flug nach Atlanta. Wir wussten, dass der Umstieg auf die Maschine nach Vegas mit einer Zeitspanne von etwa zwei Stunden aufgrund der notwendigen Immigration eng bemessen war, hatten aber dennoch einen entspannten Flug bei bestem Wetter. Noch kurz die Visaunterlagen ausfüllen („Nein, von 33-45 war ich an gar nichts beteiligt.“), schon steht der Landung nichts mehr im Wege. In Atlanta angekommen standen wir eine Stunde in der Immigration („Fingerabdrücke und einmal Lächeln“), die allerdings ähnlich unproblematisch verlief wie Zoll und Re-Check-In.
Die ersten Auffälligkeiten in Atlanta waren zig Kinderzeichnungen von Kreuzen an den Wänden, einer christlichen Gruppe mit Bibelsprüchen auf den T-Shirts und diversen Soldaten. Ausserdem fiel mir in Atlanta auch zum ersten mal dass Sicherheitsparadox der Amerikaner auf. Selbst die einfachsten Gefahrenherde bei Treppen, Rolltreppen, Kaffeetassen stehen Aufdrucke und Schilder, die selbst den gesundetsten Menschenverstand doppelt abdecken. Sicherheitsfanatik in einem Land mit solcher Waffenpolitik.
Der Flug nach „Lucky Las Vegas“, O-Ton Stewardess, war ähnlich entspannt. Eine Taxifahrt zu unserem Hotel, dem weitläufigen, sehr günstigen, aber am <a
href=“http://en.wikipedia.org/wiki/Las_Vegas_Strip#Major_hotel_locations“>nördlichen Ende des Strip liegenden, grellen und etwas verlebten Circus Circus, fielen wir in unsere Betten und fochten unseren ersten Kampf mit dem Jetlag.
Vegas
Nach einigen Problemen mit Jetlag und daraus resultierenden Schlafproblemen machten wir uns früh auf Richtung Strip. Zu früh um genau zu sein, vor 10h ist kaum ein Shop oder Restaurant geöffnet.
Der Strip selbst zeigte das Preisgefüge der einzelnen Hotels in starker Korrelation zur Nähe des (derzeitigen!) Zentrums, irgendwo um Mirage, Treasure Island und Bellagio, mit einigen gewichtigen Ausnahmen (Wynn, Venetian).
Die Automaten, einarmigen Banditen und Pokerrooms sehen in den jeweiligen Hotelcasinos ähnlich aus, auch wenn zwischen dem oberen (Wynn) und unteren Ende (Circus, Circus) des Spektrums natürlich Unterschiede in der Optik existieren.
Das hielt uns selbstverständlich nicht davon ab Video-Poker und Black Jack mit zwischenzeitlichen Gewinnen zu spielen. Im Wynn, dem brandneuen, edelsten Casinohotel am Strip, gewannen wir zusammen parallel mit zwei Dollar immerhin 30 mit einem Royal Flush mit Jokern und einem Poker. Abends schauten wir uns noch die Treasure Island-Show an, die allerdings mit leichtbekleideten Tänzerinnen und Popsongs wenig authentisch, dafür unterhaltsam und aufwändig anmutete.
Lucky Las Vegas.
Frühmorgens mit Quarters
und Zigarette
Kalifornien 2007 I
Oktober 13, 2007
Die Reise
Keine zwei Tage nach unserer Hochzeit begann unsere Reise in die Vereinigten Staaten.
Nach Handgepäckbefragung („Flasche Wasser im Rucksack? Alarm!“) Check-In, einer weiteren Handgepäckbefragung, Durchleuchtung, Passkontrolle, erneuten Durchsuchung, Boarding und der Erkenntnis, dass innerhalb des Zyklus einer Weltmacht irgendwann die Phase der Paranioa eintritt, saßen wir in einer 767 von Delta auf ihrem Flug nach Atlanta. Wir wussten, dass der Umstieg auf die Maschine nach Vegas mit einer Zeitspanne von etwa zwei Stunden aufgrund der notwendigen Immigration eng bemessen war, hatten aber dennoch einen entspannten Flug bei bestem Wetter. Noch kurz die Visaunterlagen ausfüllen („Nein, von 33-45 war ich an gar nichts beteiligt.“), schon steht der Landung nichts mehr im Wege. In Atlanta angekommen standen wir eine Stunde in der Immigration („Fingerabdrücke und einmal Lächeln“), die allerdings ähnlich unproblematisch verlief wie Zoll und Re-Check-In.
Die ersten Auffälligkeiten in Atlanta waren zig Kinderzeichnungen von Kreuzen an den Wänden, einer christlichen Gruppe mit Bibelsprüchen auf den T-Shirts und diversen Soldaten. Ausserdem fiel mir in Atlanta auch zum ersten mal dass Sicherheitsparadox der Amerikaner auf. Selbst die einfachsten Gefahrenherde bei Treppen, Rolltreppen, Kaffeetassen stehen Aufdrucke und Schilder, die selbst den gesundetsten Menschenverstand doppelt abdecken. Sicherheitsfanatik in einem Land mit solcher Waffenpolitik.
Der Flug nach „Lucky Las Vegas“, O-Ton Stewardess, war ähnlich entspannt. Eine Taxifahrt zu unserem Hotel, dem weitläufigen, sehr günstigen, aber am <a
href=“http://en.wikipedia.org/wiki/Las_Vegas_Strip#Major_hotel_locations“>nördlichen Ende des Strip liegenden, grellen und etwas verlebten Circus Circus, fielen wir in unsere Betten und fochten unseren ersten Kampf mit dem Jetlag.
Vegas
Nach einigen Problemen mit Jetlag und daraus resultierenden Schlafproblemen machten wir uns früh auf Richtung Strip. Zu früh um genau zu sein, vor 10h ist kaum ein Shop oder Restaurant geöffnet.
Der Strip selbst zeigte das Preisgefüge der einzelnen Hotels in starker Korrelation zur Nähe des (derzeitigen!) Zentrums, irgendwo um Mirage, Treasure Island und Bellagio, mit einigen gewichtigen Ausnahmen (Wynn, Venetian).
Die Automaten, einarmigen Banditen und Pokerrooms sehen in den jeweiligen Hotelcasinos ähnlich aus, auch wenn zwischen dem oberen (Wynn) und unteren Ende (Circus, Circus) des Spektrums natürlich Unterschiede in der Optik existieren.
Das hielt uns selbstverständlich nicht davon ab Video-Poker und Black Jack mit zwischenzeitlichen Gewinnen zu spielen. Im Wynn, dem brandneuen, edelsten Casinohotel am Strip, gewannen wir zusammen parallel mit zwei Dollar immerhin 30 mit einem Royal Flush mit Jokern und einem Poker. Abends schauten wir uns noch die Treasure Island-Show an, die allerdings mit leichtbekleideten Tänzerinnen und Popsongs wenig authentisch, dafür unterhaltsam und aufwändig anmutete.
Lucky Las Vegas.
Frühmorgens mit Quarters
und Zigarette









